WordPress wechselt von PNG & JPEG zu WebP und das solltest du auch tun!

Seit Version 5.8 unterstützt WordPress das Bildformat WebP, das im Durchschnitt etwa 30% kleiner ist als JPEG und PNG bei gleicher Qualität, transparente Hintergründe unterstützt und auch Animationen wie GIF-Dateien ermöglicht.

Und mit WordPress 6.0 wird die Integration noch weiter ausgebaut.

In Zukunft werden JPEG-Bilder automatisch in WebP-Bilder umgewandelt. Aber zuerst wollen wir darüber sprechen, was WebP ist und wo wir heute stehen.

Was ist WebP überhaupt und warum sollte ich es benutzen?

WebP wurde von Google mitentwickelt und 2010 erstmals vorgestellt. Es ist ein Bildformat, das sowohl verlustbehaftet als auch verlustfrei komprimiert werden kann. Die Verwendung von gemischten Komprimierungsformaten zur Erstellung von Bildern ermöglicht es dir, reichhaltigere Bilder mit kleineren Dateigrößen als andere Formate zu erstellen.

WebP kombiniert im Wesentlichen die Eigenschaften aller anderen Bildformate (JPEG, PNG und GIF) auf eine überraschend nahtlose Weise. WebP bietet Dateigrößen, die etwa 30% kleiner sind als JPEG, ohne dass die Qualität darunter leidet. Außerdem bietet es Transparenz, ähnlich wie PNG, und die Möglichkeit, Bilder zu animieren, ähnlich wie GIF.

Du hast wahrscheinlich schon einmal WebP-Bilder gesehen. Wenn du YouTube öffnest, wirst du feststellen, dass alle Vorschaubilder WebP-Vorschaubilder sind. Wenn du die Facebook-App öffnest, gilt das Gleiche.

Entsprechend dem Verzeichnis der Dateinamenerweiterung Dot What?WebP wird wie folgt ausgesprochen: "weppy" wie im Englischen.

Smashing Magazine's "The WebP Manual" von Jeremy Wagner

Derzeit ist WebP das Bildformat der nächsten Generation. Die Ladezeiten sind in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Wie wir alle wissen, straft Google Websites mit schlechten Ladezeiten ab. Hier kann dir WebP durch die geringere Dateigröße helfen, die Ladezeit zu verkürzen.

Außerdem musst du dich in Zukunft nicht mehr mit verschiedenen Bildformaten herumschlagen. WebP vereint alle Vorteile der bestehenden Formate.

WebPPNGJPEGGIF
Verlustbehaftete Kompression-
Verlustfreie Kompression
Transparenz-
Animation--

Kurz gesagt, hier sind die wichtigsten Vorteile von WebP gegenüber JPEG oder PNG:

  • Bessere Nutzererfahrung durch kürzere Ladezeiten
  • Besseres Ranking, da Google und andere Suchmaschinen die Geschwindigkeit der Website als Rankingfaktor berücksichtigen
  • Weniger Bandbreitenverbrauch, was besonders für Besucher aus Ländern mit langsamen und teuren Verbindungen interessant ist
  • Und ja, vergiss nicht die Umwelt - kleinere Dateigrößen und weniger Datenverkehr reduzieren die CO2-Emissionen.

Wie verwendet man WebP in WordPress?

Seit WordPress 5.8 wird das WebP-Format nativ von WordPress unterstützt. Das bedeutet, dass du WebP-Bilder wie gewohnt hochladen und in die Mediathek einfügen kannst. Wenn du noch ältere Versionen von WordPress im Einsatz hast, können dir Plugins helfen. Da WordPress derzeit offiziell nur die Version 5.9+ unterstützt, wäre ein Update ohnehin ratsam.

Mit dem nächsten Major Release von WordPress 6 soll die Integration von WebP nun noch einmal erweitert werden.

Im Wesentlichen sollen zwei große Änderungen eingeführt werden:

  • WebP-Bilder sollten automatisch erstellt werden, wenn du ein JPEG in die Mediathek hochlädst. Das neu erzeugte Bild wird dann neben dem ursprünglichen JPEG-Bild gespeichert.
  • Auf dieser Grundlage werden WebP-Bilder standardmäßig im Frontend angezeigt.

Wenn du also ein JPEG-Bild hochlädst, wird es automatisch im WebP-Format gespeichert und auch im Frontend angezeigt.

Was ist mit meiner aktuellen Mediathek?

Derzeit ist keine automatische Konvertierung aus der bestehenden Medienbibliothek vorgesehen. Wenn du deine vorhandenen JPEG-, GIF- und PNG-Bilder trotzdem in das WebP-Format umwandeln möchtest, gibt es dafür, wie für fast alles in WordPress, verschiedene Plugins.

Eine, die wir getestet und für unsere bestehenden Websites verwendet haben, ist WebO Converter für Medien. Dieses Plugin wandelt alle JPEG-, PNG- und GIF-Bilder bei Bedarf in das WebP-Format um. Du legst einfach das zu konvertierende Format und die Ausgabequalität fest und schließt auf Wunsch bestimmte Verzeichnisse aus. Dann erledigt das Plugin den Rest. Über 100 000 Installationen und mehr als 500 5-Sterne-Bewertungen sprechen für sich.

Gibt es auch Nachteile bei der Verwendung von WebP in WordPress?

Kein Vorteil ohne Nachteil, richtig?
Obwohl WebP bereits 2010 veröffentlicht wurde, haben einige Browserhersteller lange damit gewartet, es zu implementieren. Einige der beliebtesten Browser unterstützten WebP sogar erst 2017. Seitdem sind alle auf den Zug aufgesprungen, aber es gibt immer noch viele alte Browser-Installationen im Umlauf.
Nach Angaben von CanIuse.comsind derzeit etwa 93,21% aller Browser weltweit mit WebP kompatibel. Etwas mehr als 6,5 Prozent mögen zunächst viel klingen, aber wenn du dir die Browser ansiehst, scheint das weniger schlimm zu sein. Betroffen sind vor allem Nutzer des Internet Explorers und alte iOS-Versionen mit einer entsprechenden Safari-Version. Die Besucher dahinter dürften für die meisten modernen Websites ohnehin nicht von Interesse sein.

Browser von Versionen, die WebP unterstützen von CaniUse.com

Zusammengefasst

Wenn du WordPress benutzt, dann kommst du ab Version 6.0 wahrscheinlich nicht mehr um WebP herum. Und das ist auch gut so. WebP scheint wirklich der neue Standard für Bilder auf Websites zu sein. Die kleinere Dateigröße und die damit verbundenen schnelleren Ladezeiten sowie die Möglichkeit, transparente und animierte Bilder sogar verlustfrei in einem Format zu haben, machen die Sache einfacher.

Schon heute spricht nichts mehr gegen WebP und mit den genannten Plugins kann eine WordPress-Seite und ihre bestehende Medienbibliothek schnell und einfach in WebP umgewandelt werden. Also los geht's!

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